Homeoffice: Nur jetzt oder für immer?

Viele haben in diesen Wochen zum ersten Mal Vorzüge und Nachteile vom Arbeiten im Homeoffice kennengelernt. Oft wurden zu Hause Behelfsarbeitsplätze eingerichtet. Das ist für den Notfall ok, aber keine Dauerlösung. Wie kann es also weitergehen?

Klar ist, ein Arbeitsplatz zu Hause unterliegt genauso gesetzlichen Bestimmungen wie in der Firma. Ausreichend Licht und Luft, ergonomische Möbel und Arbeitsgeräte, alle Anforderungen an Bildschirmarbeitsplätze – das muss sichergestellt sein. Und dafür verantwortlich ist in erster Linie der Arbeitgeber. Er hat die Kosten für sinnvolle Ausstattung, Software und alles Nötige zu tragen. Er muss über Arbeitsverordnungen, Unfallschutz etc. informieren und dich fit für die Arbeit im Homeoffice machen.

Wie und wann gearbeitet wird, das ist Vereinbarungssache. Oft wird das in Betriebsvereinbarungen geregelt, manchmal in Zusatzvereinbarungen zum Arbeitsvertrag. Wichtig für beide Seiten ist natürlich, dass neben der Arbeitsleistung auch die Vorteile stimmen: Mehr selbstbestimmtes Arbeiten und flexiblere Einteilung der Arbeit, damit Familie, Freizeit und Arbeit besser unter einen Hut gebracht werden.

Schwierig ist es manchmal, die Nachteile des Homeoffice weg zu organisieren oder in Luft aufzulösen. Man muss sich selbst motivieren, man ist zu Hause anfälliger für Störungen, man leidet mehr unter fehlendem Kontakt zu Kollegen. Da helfen gute Planung, manchmal abschotten, mehr Kommunikation über Telefon und Video und eine höhere Achtsamkeit sich selbst gegenüber.

Zurzeit wird diskutiert, ob ein Recht auf Homeoffice-Arbeit gesetzlich festgeschrieben werden sollte. Für die Fans des Homeoffice ein Traum, für die Skeptiker noch der blanke Horror.

2020-05-22T14:00:43+02:0019. Mai 2020|Allgemein, Arbeit & Leben|0 Kommentare